Geburtenrate, Familien, Vorfahren

13. Geburtenrate

Beim Blick in die Vergangenheit und der Untersuchung alter Matriken eröffnet sich uns das Leben der Vorfahren, das in scharfem Kontrast zum heutigen Standard steht. Die Matrikeleinträge offenbaren Familien mit 8, 10 und sogar 12 Kindern, zeugen aber gleichzeitig von enormen Verlusten und Schmerzen, die sie unerbittlich trafen.

In der Zeit vor dem demografischen Übergang (etwa bis Mitte des 19. Jahrhunderts) war die Geburtenrate extrem hoch. Es gab mehrere Gründe, aber in erster Linie war die unglaubliche Neugeborenen- und Säuglingssterblichkeit dafür verantwortlich. Schätzungen zufolge starben etwa 20-30 % der Kinder vor Erreichen des 1. Lebensjahres, und weitere 10-20 % überlebten die frühe Kindheit nicht. Es war keine Ausnahme, dass eine Mutter 10 Kinder zur Welt brachte, aber nur 4 das Erwachsenenalter erreichten. Eine weitere Ursache für die hohe Geburtenrate war die fehlende und von der Kirche abgelehnte Empfängnisverhütung (Praktiken zur Verhinderung einer Schwangerschaft). In der Vergangenheit stellten Nachkommen nicht nur die Fortsetzung der Familie dar, sondern fungierten von klein auf als notwendige Arbeitskräfte auf den Feldern und in der Landwirtschaft oder wurden zu Nachfolgern im Familienhandwerk und -handel. Sie waren auch die einzige „Rentenversicherung“ der Eltern für das Alter, die sonst ohne finanzielle Absicherung geblieben wären. Ein Rückgang der Geburtenrate trat erst Ende des 19. Jahrhunderts ein, als verbesserte hygienische Bedingungen, medizinische Entdeckungen und ein höherer Lebensstandard zu einer deutlichen Verringerung der Kindersterblichkeit führten.

Das Alter, in dem Mütter Kinder zur Welt brachten, hat sich im Laufe der Jahrhunderte radikal gewandelt. Während die reproduktive Phase unserer Vorfahren über einen großen Teil des Erwachsenenlebens gestreckt war, planen junge Menschen heute die Elternschaft in einem kürzeren und späteren Zeitraum. Bis heute hält sich der Mythos, dass Frauen in der Vergangenheit üblicherweise mit 15 oder 16 Jahren heirateten und Kinder bekamen, was jedoch nicht der Wahrheit entspricht. Damit ein junges Paar heiraten und eine Familie gründen konnte, musste es in der Lage sein, sich wirtschaftlich selbst zu versorgen (eine Landwirtschaft zu betreiben oder ein Handwerk auszuüben). Daher heirateten normale Menschen oft erst zwischen dem 20. und 28. Lebensjahr. Eine Ausnahme bildeten Adelsfamilien, bei denen „Kinderehen“ aus dynastischen Gründen üblich waren. Gewöhnliche Frauen brachten ihr 1. Kind nach dem 20. Lebensjahr und ihr letztes mit 40 bis 45 Jahren zur Welt. Der zeitliche Abstand zwischen der Geburt einzelner Kinder betrug in der Regel 1-2 Jahre. Wurden Kinder im Abstand von etwa einem Jahr geboren, bedeutete dies, dass das vorherige Kind kurz nach der Geburt verstorben war. In den Matriken finden wir oft Fälle, in denen Eltern einem Neugeborenen den Namen eines älteren, kürzlich verstorbenen Geschwisterkindes gaben. Vollständiges Stillen schützte die Mutter auf natürliche Weise vor einer erneuten Schwangerschaft, sodass der Abstand zwischen überlebenden Kindern etwa 2 Jahre betrug.

Haben Sie sich jemals versucht vorzustellen, wie Ihre Vorfahren wirklich lebten? Die Vergangenheit unserer Familien war nicht nur schwarz-weiß; sie war nicht nur voll von alltäglichen Freuden, sondern auch von harten Prüfungen, hoher Kindersterblichkeit und unerwarteten Schicksalsschlägen. Wissen Sie, welche Geheimnisse Ihre Blutlinie verbirgt? Wie viele Kinder wurden Ihren Vorfahren tatsächlich geboren und wie viele von ihnen erreichten das Erwachsenenalter? In welchem Alter gründeten Ihre Urgroßmütter Familien und vor welchen Herausforderungen standen sie damals? Vertrauen Sie die Suche nach Ihren Wurzeln einem Profi an! Gerne erstelle ich Ihre Ahnentafel (Stammbaum) und verwandle trockene Daten aus den Archiven in eine fesselnde Geschichte Ihrer Familie. Sie erhalten nicht nur eine Übersicht mit genauen Namen und Jahreszahlen, sondern auch einen tieferen Einblick, wer Ihre Vorfahren waren und wie sie lebten.

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Kateřina Schneiderová

PhDr. Kateřina Schneiderová, MBA
RS
Rodokmeny Schneider
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