
4. Aufbau und Funktion der DNA
Die DNA (Desoxyribonukleinsäure) liegt in der Zelle in Form einer rechtsgängigen Doppelhelix vor. Sie besteht aus Nukleotiden, die den Zucker Desoxyribose und die stickstoffhaltigen Basen Adenin (A), Cytosin (C), Guanin (G) und Thymin (T) enthalten. Die Nukleotide paaren sich immer in der Kombination A-T und G-C, und ihre spezifische Abfolge im DNA-Strang ermöglicht es bei einem Test, die Verwandtschaft der getesteten Personen zu bestimmen.
Die DNA bildet Chromosomen, also Kernstrukturen, die Gene enthalten, durch welche die Erbinformationen von den Eltern auf die Nachkommen übertragen werden. In jeder menschlichen Zelle befinden sich 23 Chromosomenpaare, die sich in 22 Paare nicht-geschlechtsspezifischer (autosomaler) Chromosomen und 1 Paar Geschlechtschromosomen (in der Kombination XX oder XY) unterteilen. Außerhalb des Zellkerns befindet sich DNA auch in den Mitochondrien der Zelle.
In der genealogischen Testung werden Tests der autosomalen DNA (atDNA), der mitochondrialen DNA (mtDNA) und des Y-Chromosoms (Y-DNA) verwendet.
Kateřina Schneiderová
